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Schwarzfußkatzen E-Mail
Mittwoch, 25. Februar 2009

Schwarzfußkatzen gibt es nur in einem Zoo Deutschlands, im Wuppertaler Zoo. Dort wird auch das Zuchtbuch der äußerst schwer zu haltenden Katzen geführt. Zur Zeit leben dort 4,2 Katzen, das heißt 4 männliche und 2 weibliche Tiere.
Schwarzfußkatzen gehören mit einem Gewicht von knapp zwei kg zu den kleinsten Wildkatzenarten. Bei einer Kopfrumpflänge von nur 40 cm  und einer Schulterhöhe von 25 cm  scheint der Kopf verglichen mit dem übrigen Körper überproportional zu sein. Das Fell ist ockergelb mit schwarzen Flecken, die Pfotenunterseite ist schwarz.
Im Kleinkatzenhaus sind die Schwarzfußkatzen die scheuesten der dort wohnenden  Katzen, die sich bei größerem Besucherandrang gerne verstecken. Nur wer die nötige Zeit und Geduld mitbringt, dem präsentiert sich bald ein  Kätzchen. Mit seinen  großen bernsteinfarbenen Augen blickt es ängstlich um sich, um schon beim nächsten lauten Geräusch wieder in seinem Schlupfwinkel zu verschwinden.
Im Wuppertaler Zoo  wurden seit 1976 bereits über 100 Schwarzfußkatzen geboren. Bereits mit acht Monaten ist das Weibchen geschlechtsreif und bringt nach einer Tragzeit von 63 – 68 Tagen ein bis zwei Jungtiere zur Welt.
Aufgrund dieses guten Zuchterfolges hat man viel über die Biologie dieser seltenen Kleinkatze  erfahren können.
In Südafrika unterstützt der Zoo Wuppertal eine Freilandstudie, die sehr wichtige Ergebnisse über das Sozialverhalten, Fortpflanzung und Nahrungswahl erbrachte. Tierarzt Dr. Arne Lawrenz, der ehemalige Zookurator Dr. Alexander Sliwa, die Tierärztin vom Zoo San Diego sowie eine wissenschaftliche Mitarbeiterin aus Südafrika erforschen das Leben der vom Aussterben bedrohten kleinen Katzen. Mithilfe von Halsbändern, die mit einem Sender versehen sind, kann man die Lebensgewohnheiten der scheuen Tiere gut beobachten.
Schwarzfußkatzen sind nachtaktiv und beginnen ihre Jagd in den frühen Abendstunden. Zu ihren Beutetieren gehören Mäuse und Vögel, aber auch größere Insekten, Schlangen und Frösche  Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie ausschließlich über ihre Beute. Eine Schwarzfußkatze, die Wasser trinkt, leidet höchstwahrscheinlich an einer Erkrankung der Nieren, einer Krankheit, die bis heute noch zu den Haupttodesursache gehört.
In freier Natur haben die kleinen Katzen sehr viele Feinde, z. B. den Schabrackenschakal und den  Wüstenfuchs, aber auch Raubvögel. Daher ist ihre Lebenserwartung nur sechs bis acht Jahre. Im Zoo erreichten die Schwarzfußkatzen dagegen schon ein Alter von bis zu 18 Jahren.

Wer noch mehr über die Schwarzfußkatzen erfahren möchte:

http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Ztg.d.K.Zoo_2007_2_Sliwa.pdf

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. März 2010 )
 
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