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Die Geschichte der afrikanischen Elefanten im Wuppertaler Zoo seit 1995 E-Mail
Donnerstag, 5. Mai 2016

1995 zogen sechs zwei– und dreijährige Elefantenkinder aus dem Krüger Nationalpark in das neueröffnete Elefantenhaus im Wuppertaler Zoo , die Bullen  Tusker und Kooboo und die Kühe Sabie, Punda, Numbi und Sweni. Der kleine Bulle Kooboo starb leider schon 1999 an TB. Nach zehn Jahren kam dann im Juni 2005 der erste Nachwuchs, Punda wurde Mutter von einem Elefantenmädchen namens Bongi. Bongi war in Nordrhein- Westfalen eine kleine Sensation. Sie war der erste afrikanische Elefant, der hier geboren wurde. Auf Bongi  folgten Kibo im Oktober 2005, Tika im Juli 2007 und im Januar 2008 Tamo, sodass mittlerweile neun Elefanten im Wuppertaler Zoo lebten.

Nachdem Tusker anfangs von seiner Familie ferngehalten wurde, sah man ihn bald  wieder immer häufiger mit allen zusammen. Und wer Tuskers Bemühungen um seine Damen mit verfolgt hat, wusste, dass es bald wieder Nachwuchs geben würde.

Aufgrund von Platzmangel musste Numbi den Wuppertaler Zoo mit seiner ihrem Sohn Kibo am 1. Dezember 2009 verlassen und lebt nun im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Dort wurde Numbi im August 2010 wieder Mutter von einem weiteren kleinen

Bullen, der Tuluba getauft wurde. Kibo verließ Wien 2015 und lebt nun im Erfurter Zoo. Tuluba wechselte im April 2016 nach Frankreich in den Zoo du Bassin d`Arcachon. Dort lebt er nun in einer Junggesellengruppe zusammen mit seinem Halbbruder Shawu. Sabies Sohn Uli wird demnächst die Gruppe der sogenannten Tuskerboys vervollständigen.

Im Januar 2011 bekamen Sabie und Punda innerhalb von nur vier Tagen die Bullkälber Uli und Shawu. Während Uli nach einer sehr leichten Geburt sofort auf den Beinen war und bei seiner Mama Sabie trank, war Shawu zunächst ein Sorgenkind. Die Geburt dauerte sehr lange und musste vom Tierarzt eingeleitet werden. Der mit 128 kg sehr große Shawu kam gesund zur Welt, wollte aber partout nicht bei seiner Mutter Punda trinken. Erst nach fünf aufreibenden Tagen und Nächten schaffte es der Tierarzt mit dem Elefantenpflegerteam, dass Shawu endlich alleine trinkt.

Im April 2013 verließ das Bullkalb Tamo den Wuppertaler Zoo. Er lebt nun im Opel Zoo Kronberg mit zwei älteren Elefantenkühen zusammen.

Bereits im Mai 2013 wurde die Leitkuh Sabie erneut Mutter eines gesunden Bullkalbs, das auf den Namen Moyo getauft wurde. Im August 2013 kam endlich wieder ein Elefantenmädchen, Pina Nessie. Sweni erlitt leider aufgrund einer Infektion eine Fehlgeburt. Auch dieses Kalb wäre ein Mädchen gewesen.

Als Sweni im August 2014 ein gesundes Bullkalb bekam, dass anlässlich der gewonnenen Fußball WM Jogi genannt wurde , lebten mittlerweile elf Elefanten auf der Elefantenanlage.

1995 konnte noch keiner ahnen, wie erfolgreich Wuppertals Elefantenzucht einmal würde

Mittlerweile hat der Wuppertaler Zoo die erfolgreichste Zucht afrikanischer Elefanten in ganz Europa. Die Anlage wurde einfach zu klein für diese vielen Elefanten.

So wurde nach langen Beobachtungen entschieden, erstmals eine ganze Familie umzusiedeln. Im Frühjahr 2015 zog die bereits wieder schwangere Elefantenkuh Punda mit ihren drei Kindern Bongi, Shawu und Pina Nessie in den niederländischen Safaripark Beekse Bergen.

Dort wurde sie am 4.Mai 2016 Mutter von einem weiteren Mädchen, das auf den Namen Madiba getauft wurde.

Die Wuppertaler Leitkuh Sabie bekam bereits am 16.März 2016 ein Elefantenmädchen, das auf den traditionsreichen Namen Tuffi getauft wurde.

1950 kam die vierjährige Elefantendame Tuffi mit einem Zirkus nach Wuppertal. . Als Werbegag sollte Tuffi mit der Schwebebahn fahren. Nahezu jeder Wuppertaler kennt die Geschichte um die kleine Elefantin, die durch ihren Sprung in die Wuppertal weltberühmt wurde. Tuffi lebte niemals in Wuppertal, wie viele meinen, sondern im Zirkus Althoff und später im Cirque Alexis Gruss, wo sie bis zu ihrem Tod 1989 blieb.

 

 

Im Laufe dieses Jahres soll auch der Elefantenbulle und Vater der vielen Elefantenkinder Tusker Wuppertal verlassen. Das EEP hat beschlossen, ihn in einen anderen Zoo umzusiedeln, im Austausch soll ein neuer Bulle das Blut in Wuppertal auffrischen. Dieser neue Bulle kann dann auch Tika, die bald geschlechtsreif ist, und später auch Tuffi decken.

Was man in Wuppertal erleben darf – nämlich dass ein Elefantenbulle zusammen mit seiner Familie lebt – sieht man in freier Natur nicht. Dort wird eine Herde von einer meist älteren Leitkuh geführt. Stirbt diese, so übernimmt meist ihre älteste Tochter diese Position. Die Jungbullen werden mach Erreichen der Pubertät im Alter von ca. acht Jahren vertrieben. Nur wenn die Kühe befruchtungsfähig sind, gesellt sich ein Bulle zur Herde. Nach Begattung verlässt er die Herde wieder.

Die Jungbullen, die von ihrer Herde vertrieben werden, schließen sich meist zu Junggesellenverbänden zusammen. So geschieht es zurzeit mit den sogenannten Tusker- Boys Tuluba und Shawu, die in dieser Woche ihre Mütter verlassen mussten. Sie leben nun zusammen in dem französischen Zoo du Bassin d'Arcachon. Uli soll ihnen auch irgendwann folgen.

Im Wuppertaler Zoo leben nun der Elefantenbulle Tusker und die beiden erwachsenen Elefantenkühe Sabie und Sweni mit ihren Kindern Tika, Uli, Moyo, Jogi und Tuffi.

 

 
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