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Die neue Wolfsanlage E-Mail
Montag, 4. August 2014
Vor 42 Jahren stiftete die Stadtsparkasse Wuppertal anlässlich ihres 150jährigen Bestehens
dem Wuppertaler Zoo eine neue Wolfsanlage. Nach damaligen Vorstellungen eine moderne Anlage,
die im Anfang mit den dunkelgrauen Timberwölfen aus Nordamerika besetzt wurde.
In alten Zooführern steht folgender Satz „ In Deutschland tauchen vereinzelt Wölfe aus den
östlichen und südöstlichen Ländern auf, können hier aber nicht mehr heimisch werden,
da sie sofort gejagt und erschossen werden. Wölfe sind Kulturflüchter und reißen nur dann Haustiere,
wenn sie in ihrem Verbreitungsgebiet kein jagdbares Wild finden. Weder in den Berichten
des Preußischen Geheimen Staatsarchivs gibt es Hinweise auf die Tötung eines Menschen durch Wölfe,
noch haben in neuerer Zeit jugoslawische, rumänische und nordamerikanische Forscher
Angabe über Angriffe von Wölfen auf Menschen mit tödlichem Ausgang finden können.“  
In den 80ziger Jahren wurden die Timberwölfe dann durch die weißen arktischen Wölfe ersetzt,
die ebenfalls aus Nordamerika stammen. Schon seit langem wurde die Anlage für das anwachsende Wolfsrudel
zu klein und unattraktiv – sowohl für die Tiere als auch für den Zoobesucher.
Nachdem die letzten Jungtiere in andere Zoos vermittelt werden konnten,
begann der Zoo mit Hilfe der Stadtsparkasse und des Zoovereins mit der Umgestaltung und
Erweiterung des Wolfsgeheges. Bis zum Menschenaffenhaus wurde das Gelände neu eingezäunt,
sodass den Wölfen nun ein mehr als doppelt so großes Gelände mit natürlichem Baumbestand zur Verfügung steht.
Der ehemalige Graben wurde geflutet, auf dem Gelände der ursprünglichen Anlage wurde Rasen eingesät.
Eine seichte mit Wasserpflanzen gestaltete Uferzone ermöglicht es den Wölfen zu trinken oder aber auch zu baden.
Dem Auge des Besuchers zeigt sich eine harmonische Landschaft,
auf der sich zurzeit die beiden Wölfe Running Moon und Dreamer wohl fühlen.
 Später sollen noch weitere männliche Tiere dazu kommen. Gegenüber dem Menschenaffenhaus
bietet ein Beobachtungshaus die Möglichkeit, den Wölfen Auge in Auge gegenüberzustehen.
Running Moon und Dreamer, die während der Bauzeit  nicht auf die Anlage konnten,
eroberten ihr neues Zuhause mit so viel Elan,
dass sie – so Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz – „tagelang Muskelkater hatten“.  
Das nächste Abenteuer für die beiden Wölfe folgt in den nächsten Wochen,
sie sollen nämlich auch noch Zugang zur Bärenanlage bekommen. Durch drei Röhren haben sie die Möglichkeit,
ins Bärenrevier zu gelangen, die Bärin Mabel kann ihnen allerdings nicht ins Wolfsgehege folgen.
 
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